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Wie alles begann

Video GetYourWings

"Als unsere Tochter im Sommer 2016 die Kita wechselte, erlebten wir eine ganz neue Form der frühen Bildungsarbeit. Spielerisch und wie nebenbei wurde mit den Kindern über mehrere Tage hinweg gezielt an speziellen Themen gearbeitet. Unsere gerade erst 3-jährige Tochter erzählte uns auf einmal, dass der Elefant aus Afrika kommt und wollte wissen, wo die anderen Tiere leben. Oder sie vergewisserte sich bei uns noch einmal, dass Angst ein Gefühl sei und es ok ist, Angst zu haben.
Wir hatten vorher noch nie erlebt, dass sie sich so intensiv mit den Geschehnissen aus der Kita auseinandersetzt. Daraufhin beschäftigte ich mich mit der wissenschaftlichen Literatur zu Entwicklungspsychologie und Hirnforschung. Als Mutter hatte ich bereits von Anfang an mit großem Staunen beobachtet, wie rasant sich unsere Tochter entwickelte. Es war mir bis zu dem Zeitpunkt allerdings nicht bewusst, wie wesentlich die ersten Jahre für die gesamte Entwicklung sind und wie stark sie von äußeren Einflüssen und Impulsen beeinflusst wird."

Getrieben von der Frage, warum es in Deutschland solche Unterschiede in der frühen Bildungsarbeit gibt, initiierte unsere Gründerin eine 6-monatige Pro-Bono-Studie in ihrer Unternehmensberatung. Neben einer ausführlichen Literaturrecherche führte das Beraterteam zahlreiche Interviews mit Experten aus dem frühkindlichen Bildungssektor: Stiftungen, Kita-Träger und -Leitungen, Ministeriumsvertreter und nicht zuletzt Fokusgruppen mit Eltern aus ihrem Freundes-, Kollegen- und Bekanntenkreis.
In den Fokusgruppen zeigte sich ein ähnliches Bild, wie es unsere Gründer selbst wahrgenommen hatten. Auch wenn viele Eltern intuitiv wissen, dass die ersten Jahre einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung haben, waren sie erstaunt, wie zentral diese Jahre sind und wie stark sie die Entwicklung ihrer Kinder beeinflussen können. Dabei zeigten sich auch tief verankerte Vorurteile: häufig wurde frühe Bildung mit dem Bild von überehrgeizigen Eltern und Kleinkindern mit Chinesisch- oder Geigenunterricht in Verbindung gebracht. Als jedoch erläutert wurde, dass frühe Bildung gerade nicht die Einrichtung von Drill-Schulen für die Kleinsten bedeutet, sondern die spielerische und kindgerechte Förderung einer gesunden Entwicklung, waren die meisten Eltern in unseren Fokusgruppen interessiert, mehr über die Wichtigkeit und Möglichkeiten der frühen Bildung zu erfahren. Die Ergebnisse der Studie mündeten schließlich in das Konzept der Initiative für frühe Bildung.

Teoleo CeBit

Anfang 2017 entwickelte sich dann eine Eigendynamik, die früher als geplant zur Umsetzung der Idee führte. Als uns die Konrad-Adenauer-Stiftung eine kostenlose Präsentation der Teoleo-App und die Teilnahme an einer auf das Thema Gesundheit & Bildung fokussierten Podiumsdiskussion auf der CeBIT ermöglichte, folgte die Entscheidung, mit unserer ersten Entwicklung zu starten - noch vor der offiziellen Gründung der Initiative. Im April 2017 stellten wir hierfür die erste pädagogische Mitarbeiterin ein.

Video EdTec

Im Juni 2017 bewarben wir uns mit unserem Teoleo-Konzept beim EdTec Startup Dialog im Rahmen des Digitaldialogs der Bundesregierung. Die Auswahl als Finalisten und Diskussion unseres Teoleo-Konzepts mit Experten der Expertengruppe Intelligente Bildungsnetze des Nationalen Digitalgipfels motivierte unsere Gründer schließlich, die Initiative für frühe Bildung als selbstständige gemeinnützige Organisation ins Leben zu rufen.Im August 2017 erfolgte nach der Anerkennung der Gemeinnützigkeit die offizielle Gründung.

Derzeit befinden wir uns in der Ansprache von Kooperationspartnern und Förderern. Unsere Arbeit basiert zur Zeit hauptsächlich auf der Eigeninitiative unserer Gründer und der tatkräftigen, zumeist ebenfalls ehrenamtlichen Unterstützung unseres Teams. Im Rahmen unserer derzeitigen finanziellen Möglichkeiten haben wir außerdem begonnen, erste Angebote für den Lernraum Kita sowie im Bereich unserer Öffentlichkeitsarbeit zu starten.